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Virtuell-Realer Vater-Sohn Tag

Am Samstag den 25.09. fand in der Jugendherberge Fulda ein Virtuell-realer Vater-Sohn Tag statt.
Was kann man sich unter einem solchen Titel vorstellen?
Thema waren Computerspiele und solche Games, die man in der Realität gemeinsam zocken kann. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, bei der sich die Teilnehmer untereinander und sich gegenseitig ihre Lieblingsspiele vorstellten, hatten alle ein gutes Bild von den anderen Teilnehmern und es ging an die Verknüpfung von virtuellen und realen Spielen.
Dem schlechten Wetter geschuldet war der Beginn mit einer Runde virtuellem Paintball. Die beiden Teams (Väter gegen Söhne) liefen in einer Fußballstadion ähnelnden Arena umher und versuchten jeweils dem anderen Team einen Treffer ins Tor zu schießen. Bei einer anderen Variante des Spiels wurde der Gegner mit Farbkugeln markiert. Dabei sahen die Väter gar nicht sooo schlecht aus, wie es die Teamer von LogOut zuvor befürchtet hatten.
Anschließend wurde auf reale Bedingungen umgestellt. Die beiden Teams bekamen jeweils drei mit Wein-Korken bestückte abgesägte Luftpumpen und eine kleine Flagge. Aufgabe war es nun im bekannten “Capture the Flag” Modus die Fahne der gegnerischen Partei in Besitz zu nehmen und mit dieser ins eigene Lager zurück zu kehren. Trotz des schlechten Wetters fand auch dieses Spiel die Zustimmung der Teilnehmer.
Nach dem gemeinsamen Mittagstisch bekamen die Teilnehmer eine kurze Einführung zum Thema Geocaching. LogOut e.V. legt hierbei Wert darauf, dass sowohl Väter als auch die Jugendlichen die Hintergründe dieses Hobbys begreifen. So wurde der Umweltgedanke, der hinter der digitalen Schnitzeljagd steht genauso thematisiert wie die Idee, sich über Geocaching besondere Orte zu zeigen und anderen Menschen seinen Stadtteil oder bestimmte sehenswerte Plätze näher zu bringen.
Anschließend begab sich die gesamte Gruppe nach Fulda um dort einen besonders gelungenen Cache anzugehen.
Hierbei zeigte sich wiederum, dass unser Konzept der Verknüpfung von virtuellen und realen Elementen gut funktionierte und dass mit einem GPS-Empfänger in der Hand auch den Jungs der “Spaziergang” nicht so trocken vorkommt, wie ohne. Beim Rätseln waren die Väter teils engagierter als ihre Söhne, den letztendlichen Schatz fand jedoch einer der Jungs und so konnten sich alle Teilnehmer nach 2 Std. Rätseln und Wandern dann in das Logbuch eintragen.
Zurück in der Jugendherberge angekommen, stellten die Söhne kurz ihre aktuell auf dem Rechner installierten oder für die Spielekonsole vorhandenen Spiele vor. Die abschließende Reflexion der Kinder und Erwachsenen brachte ein durchweg positives Feedback hervor. Eines der Hauptanliegen bei diesem Projekt war es, den Dialog zwischen den Generationen anzuregen und dafür zu sorgen, die digitale Kluft zu mindern. Zugegebener Maßen finden sich bei solchen Projekten nahezu ausschließlich Erwachsene, die im Medienumgang ihrer Kinder keine problematischen Erfahrungen gemacht haben. Dennoch tut es auch diesen Eltern gut, sich über das Thema untereinander auszutauschen und sich ein Bild davon zu machen, wie das Thema Computerspiele in anderen Familien gehandhabt wird.

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