TOPAS Workshop in Korbach
Am Freitag, den 04.02.2011 führte LogOut einen Workshop im BBZ in Korbach durch. Veranstalter war TOPAS, eine Initiative der Kreishandwerkerschaft und der TOP-Ausbildungsbetriebe in Waldeck-Frankenberg
Dabei wurden zunächst Auszubildende zu ihren Kommunikationsformen im Internet befragt. Die jungen Erwachsenen hatten Zeit, ihre Internetgewohnheiten vorzustellen, sich mit den anderen Azubis auszutauschen und anschließend einen Kurzfilm darüber zu erstellen.
Dieser wurde dann für die abendliche Veranstaltung mit den Ausbildern als Ausgangspunkt für einen Vortrag verwendet, der den Anwesenden die Kommunikationswelt der Auszubildenden näher brachte. Neben der Faszination von Computerspielen, dem Vorteil von installierten Chatclients und den Annehmlichkeiten einer vernetzten Welt in Social Communities wurden auch die Risiken angesprochen, die sich hinter den verschiedenen Diensten verbergen können.
Hier ein Auszug aus der Projektbeschreibung:
Jugendliche und junge Erwachsene, welche ihre Ausbildung absolvieren befinden sich in einer Lebensphase, in der sie vielfältige Entwicklungsaufgaben zu bewältigen haben. Neben der beruflichen Ebene spielen auch soziale Bereiche mit in die Persönlichkeitsentwicklung der jungen Menschen. Identitätsfindung, Rollenbestimmung und Selbstwirksamkeit sind Aspekte des Erwachsenwerdens, welche durch den Gebrauch von neuen digitalen Medien sehr gut ausprobiert werden können. Hieraus beziehen facebook, WkW und Co ihre Faszination. Die Jugendlichen bewegen sich in einem „abgeschlossenen“ Netzwerk aus verschiedensten Kommunikationsdiensten, probieren verschiedene Rollen aus und erhalten daraufhin eine Reaktion. Eine positive Rückmeldung führt zu einem guten Gefühl, negative Erfahrungen können relativ einfach verworfen werden, weil durch die Anonymität des Mediums Internet ein gewisser Schutz aufgebaut wird. Ein solcher Schutz besteht in der „realen“ Welt nicht und so erhalten negative Rückmeldungen im sozialen Umfeld eine höhere Bedeutung. Hieraus resultiert ein Spannungsfeld, welches sich oftmals am Arbeitsplatz manifestiert – dem Platz, an dem die jungen Menschen einen Großteil ihrer Zeit des Tages verbringen. Um diese Spannungsfelder abzumildern, bedarf es, ein Verständnis für deren Entstehen und Funktionsweise zu schaffen. Ein solcher Prozess soll in diesem Projekt initiiert werden.
Sowohl die Rückmeldungen der Auszubildenden, als auch die der Ausbilder waren positiv. Auch während des Projekts hatten wir den Eindruck, dass wir beim ein oder anderen Teilnehmer auf großes Interesse stießen. Einer der Azubis entdeckte während der Veranstaltung die Privatsphäre-Einstellungen seines WkW-Accounts neu und verbesserte hier den Schutz seiner Daten. Auch die Ausbilder erhielten zum Abschluss einen Einblick, welche Hebel man in Bewegung setzen muss, um z.B. sein Facebook Konto “abzudichten”.