Archiv für Oktober 2010

Videoportal für Kinder – ClipKlapp

ClipKlapp ist das Videoportal des Deutschen Kinderhilfswerk e.V. (DKHW) für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Ziel des Portals ist es, Kindern Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme an Web- 2.0-Angeboten im Internet zu bieten – werbefrei, kostenlos und sicher! Hier können Kinder altersgerechte Videos ansehen und eigene Beiträge hochladen. Im “Trickfilmstudio” können eigene Trickfilme erstellt werden. Auf ClipKlapp lernen Kinder zudem, wie man kreativ und sicher mit der Kamera und dem Internet umgeht. Das Videoportal wird durch eine pädagogisch geschulte Redaktion betreut.
ClipKlapp wird gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

(Quelle: DBS Newsletter 21/2010, 22. Oktober 2010)

Virtuelles Denkmal für die Opfer des NS-Terrors

Hier findet sich eine sehr schön gemachte Seite zur Erinnerung an die Opfer des NS-Terrors in München. Michaela Melián hat ein Audiokunstwerk konzipiert, dass auf historischen Orginalaufnahmen basiert. Alle Fundstücke wurden transkribiert und von Schauspielern und Schauspielerinnen verschiedener Generationen, also auch von Kindern, eingesprochen.
Das Projekt Memory Loops ist eine zeitgemäße Art sich mit Geschichte auseinander zu setzen, verschieden Medien miteinander zu verknüpfen und einem breitem Publikum zu Verfügung zu stellen.

Sendung „Tatort Internet“ untergräbt medienpädagogische Arbeit

Über das neue Sendeformat von RTL2 „Tatort Internet – schützt endlich unsere Kinder“ ist seit der Erstausstrahlung am 7. Oktober 2010 viel geschrieben worden. Kritik erhielt die von Stephanie zu Guttenberg und dem ehemaligen Innensenator und Polizeipräsidenten Hamburgs Udo Nagel moderierte bzw. unterstütze Sendung von vielen Seiten. Das ein Sendeformat von RTL2 nicht eben einen hohen Anspruch an journalistischer oder filmischer Qualität erwarten lässt, zeigen schon andere Sendungen wie die „Exklusiv“-Doku »Grenzenlos geil – Deutschlands Sexsüchtigste packen aus« – und ist für uns von LogOut auch keinen Kommentar wert.

Da sich aber „Tatort Internet“ mit einem sehr wichtigen und brisanten Thema der virtuellen Welten beschäftigt, nämlich den sexuellen virtuellen und realen Übergriffen, betrifft dies unsere medienpädagogische Arbeit.

In Projekten mit Kindern bzw. Jugendlichen und in der Elternarbeit informieren wir über die Chancen ebenso wie Risiken bzw. Gefahren der virtuellen Welten des Internets. Dazu vermitteln wir Eltern Möglichkeiten des Schutzes ihrer Kinder. Ein entscheidender Faktor für den kompetenten Umgang mit dem neuen Medium ist unserer Ansicht nach das Vertrauensverhältnis zwischen Eltern und ihren Kindern. Hierfür erklären wir Eltern die Faszination, die Ihre Kinder beispielsweise bei Computerspielen und Internetanwendungen wie SchülerVZ oder Chats erleben. Kindern erklären wir die Sorgen, Bedenken Ihrer Eltern und diesbezügliche reale Risiken der Anwendungen. Über dieses gegenseitige Verständnis und Respekt der Interessen des Anderen kann ein fundiertes Vertrauensverhältnis entstehen bzw. gestärkt werden
Vielen Problemen und Gefahren im Internet kann etwas entgegen gesetzt werden, wenn das betroffene Kind mit den Eltern darüber redet. Wenn es im Chat von Jemandem mit Fragen, Kommentaren oder Bildern belästigt wird, braucht es eine Vertrauensperson um diese a) zu verarbeiten und b) nötige Schritte einzuleiten.

Was aber ist das Problem der Sendung „Tatort Internet“? Hier werden mit reißerischen und vorurteilsstärkenden Mitteln emotional überfrachtete Szenarien gezeigt. Diese steigern die Furcht der Eltern vor den neuen Medien und den für sie meist unbekannten virtuellen Welten. Der Drang wird dadurch bestärkt, die eigenen Kinder generell vor dem „gefährlichen“ Internet fernzuhalten. Dies hat zur Folge, dass a) Kinder durch das Verbot des aktiven Gebrauchs den kompetenten Umgang mit dem Medium nicht lernen können b) sie trotzdem bei Freunden oder anderweitig in einer ungeschützten Umgebung das Internet nutzen können und c) sie sich bei einem Problem oder Vorfall vermutlich nicht an die Eltern wenden, da sie ein „ich habe es dir doch verboten!“ und totalen Entzug der Kommunikationswege des Internets fürchten werden. Was bei heutigen Jugendlichen fast einer sozialen Isolation gleichkommt.

Der medienpädagogischen Arbeit die seit den letzten Jahren an Schulen, an außerschulischen Kinder- und Jugendeinrichtungen und von verschiedenen anderen Initiativen im Bereich für die Förderung eines medienkompetenten Umgangs geleistet wird, erhält durch dieses bewusste Schüren von Ängsten durch ein Sendeformat wie „Tatort Internet“ eine vehemente Bremse.
Dies zeigt sich auch durch die offizielle Distanzierung der „deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.“ des „Kinderschutz e.V.“ und des „Dunkelziffer e.V. – Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder“ von der Sendung. Auch die für die medienrechtliche Prüfung des Privatsenders RTL2 zuständige „hessische Medienanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien“ nimmt sich derzeit der Sendung an.

Schade ist, dass es eigentlich sehr wichtig wäre, das Thema bzw. die Problematik der sexuellen Übergriffe im Internet in die Öffentlichkeit zu bringen. Und dies gerade durch einen Sender wie RTL2 mit seinem Zielpublikum mittels einer kurzweiligen Reportage und nicht durch eine ARTE-Dokumentation. Aber eben nicht reißerisch und Ängste schürend, sondern informativ und mit den nötigen Hinweisen, was als Kind, Jugendlicher oder Eltern zu beachten ist.

Informationen für Eltern und Kinder zum Thema „Chatten“ und „sexuelle Belästigungen im Netz“:

KlickSafe
profamilia
Chatten ohne Risiko

Probleme mit neuem Medium (Video)

Ein schöner Clip einer norwegischen Comedyserie (meiner Recherche nach).
Ein Milltelalterpersiflage auf  die Schwierigkeiten bei der Nutzung neuer Medien.

Sehr schön…

Hier
auch der Clip mit deutschem Untertitel.

Kinderschutz- und Opferorganisationen distanzieren sich von Sendung “Tatort Internet”

Von dem neuen RTL2 Sendeformat “Tatort Internet – schützt endlich unsere Kinder” haben sich nun offiziell der „deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V.“ der „Kinderschutz e.V.“ und der „Dunkelziffer e.V. – Hilfe für sexuell missbrauchte Kinder“ distanziert.

In Ihrem Schreiben erklären die Organisationen, dass das Sendeformat “keinen Beitrag zum Schutz von Mädchen und Jungen vor sexualisierter Gewalt” leistet und dass es “einen differenzierten Blick auf Täterschaft” verhindert und stattdessen “eine emotional überfrachtete Hetzjagd auf Täter” fördert.

Hier der offizielle Schriftsatz.

Nette Filmchen

Jens Wiemken von byte42 hat soeben auf eine sehr schöne Seite mit nachgestellten Spieleklassikern hingewiesen!
Einen davon hier:

Danke für den Link!

Artikel im Fuldaer Marktkorb

Beim Paintball-Spiel

Der Artikel über den Vater-Sohn-Spieletag, welchen wir für den Landkreis Fulda durchgeführt haben, ist am Sonntag im Fuldaer Marktkorb erschienen. Leider hat es bis jetzt nicht für eine Online-Veröffentlichung gereicht, so dass wir hier nur zur allgemeinen Seite des Marktkorbs verlinken. Schönen Dank für die “gute Presse”.
Bei dem Projekt ging es um die Gegenüberstellung von virtuellen und realen Spielewelten. Es waren Väter (mit ihren Söhnen) da, welche durchaus auch Erfahrungen mit dem Medium Computerspiele mitbrachten. In so fern handelte es sich also nicht eine ältere Generation, die gar nicht mehr mit ihren Kindern über deren Spielgewohnheiten kommunizieren kann.
Und so entwickelte sich während des Tages bei verschiedenen Runden “Paintball 2.0″, einer halbstündigen “Offline-Capture the flag” – Partie und dem nachmittäglichen Geocachen eine lockere Atmosphäre bei der ein fruchtbarer Austausch stattfand. Wir hoffen, dass dieses Konzept auch in Zukunft stattfinden kann, die nötigen finanziellen Mittel dafür aufgebracht werden können und auch die Teilnehmeranfragen sich positiv entwickeln werden.

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